Gestern Nacht bin ich um 1:00 Uhr aus meinem wunderbaren “Winterurlaub” wiedergekommen. Nach türkies-blauem Wasser, weißen Stränden und 25°C bin ich nun wieder im -5°c kalten Duluth.
Da die Woche bevor wir los geflogen sind hauptsächlich nur aus Vorbereitungen für die Reise bestand, möchte ich nur über die letzte Woche berichten.
Am Donnerstag, den 17. Februar, kauften Anthony und ich noch die letzten Kleinlichkeiten, wie DVDs und Spiele ein. Dann packten wir alle Koffer ins Auto und fuhren nach Minneapolis, die Hauptstadt Minnesotas. Diese liegt 2 1/2 Stunden von Duluth entfernt. Als wir im “Park and Fly” ankamen, ging der Urlaub schon los. Man gibt seine Autoschlüssel ab, das Auto wird für einen geparkt und man wird mit einem Kleinbus zu seinem Terminal gefahren. Dort wartete eine andere Neuerung auf mich. Der Check-In für Inlandflüge ist komplett über einen Computer abzuwickeln, was den Vorgang sehr erleichtert und verschnellert. Eine Kuriosität war, dass wir uns nach einem 4-stündigen Flug immer noch im selben Land befanden. Wir flogen einmal vom Norden in den Süden. Um Mitternacht landeten wir in Fort Lauderdale. Wie ich schon in einem vorherigen Blog erwähnte, flogen wir mit Familie Burnick. Diese das Haus auf den Bahamas besitzt. Des Weiteren besitzen sie auch ein Haus in Fort Lauderdale, wo wir dann um 1:00 Uhr einfuhren.
Nach einem großzügigen Frühstück, welches die Großeltern Burnick zubereiteten, mussten wir auch schon wieder los. Unser Flug war für um 12:00 Uhr angesetzt. Da die Menschen in der Karibik keine Pünktlichkeit kennen, hatte unser Flugzeug zwei Stunden Verspätung. Nachdem Bahamasair endlich eingetroffen war, flogen wir nur für 35 Minuten von Fort Lauderdale nach Nassau, die Hauptstadt der Bahamas. Nachdem wir einen Reisepassstempel bekommen hatten, fuhren wir mit einem Taxi zum privat Flughafen. Da die Inseln der Bahamas meistens sehr klein sind, können sie nur mit Privatflugzeugen erreicht werden. Wie der Zufall will, war der Pilot, der zwei Propellermaschine ein Deutscher. Freundlicherweise hatte er mich zu seinem Co-Piloten ernannt. Da wir noch zwei italienische Passagiere an Bord hatten, flogen wir auf die Insel Rumki. Von dort dauerte es dann nur noch 15 Minuten, bis wir auf Long Island landeten. Während des Flugs erklärte mir der Pilot alle Knöpfe und zeigte mir die kleineren Inseln. Eine davon gehört Jonny Depp. Ich konnte so viel Neues lernen und habe großartige Luftbilder gemacht. Auf Long Island war das Wetter eher mild. Seit dem 1. Januar hatte es dort nicht geregnet und ausgerechnet wenn wir ankamen, fing der Regen an. Naja, wir verstauten unser Gepäck und waren hungrig nach einem langen Reisetag. Wir fuhren das nächste Restaurant an, was Einheimischen gehört. Leider fiel der Strom aus, was uns noch dreimal passieren sollte. Dadurch mussten wir in unserem Haus essen, wo Brote mit Kopflampen zubereitet wurden. Am Abend schauten wir dann noch einen Film, bevor der erste Tag sich dem Ende neigte.
Am ersten vollen Tag auf den Bahamas, wollte mir Anthony einen der schönsten Strande und Plätze zum Schnorcheln zeigen. Wir fuhren zum Harding´s Strand. Das schöne auf den Bahamas ist, dass man die Strände immer für sich hat und von keinem gestört wird. Am Strand sind wir drei Jungs immer im Wasser schnorcheln gewesen, haben die Umgebung durch lange Strandspaziergänge erkundet oder spielten Schach.
Harding´s Strand war wirklich sehr schön. Der Sand war weiß und das Wasser so klar. 10 Meter von der Küste entfern befand sich ein Korallen Rief. Neben diesem war ein großer Felsen im Wasser auf dem wir umher kletterten. Zum Abendbrot fuhren wir dann in ein neues Restaurant. Dort konnten wir uns bevor das Essen kam Kanus mit dursichtigem Boden ausleihen. Eine Spezialität des Hauses ist Hummer, den wir beim Schnorcheln zuvor bereits gesehen hatten. Der Tag endete mit einem Spaziergang am Strand.
Sonntag ist ja der Ruhetag der Woche. Da mein Gastbruder sehr starken Sonnenbrand am ganzen Körper hatte, wurde der Tag eher ruhig. Wir gingen um 11:00 Uhr in eine naheliegende Kirche. Leider war es keine katholische Kirche. es war eine Afro-Amerikanische Kirche. Die Zeremonie dauerte drei Stunden. Alle Menschen sangen, klatschten und ließen ihren Gefühlen freien Lauf. Der Prediger zitierte über 15 Bibelstellen zu seinem Thema.
Am Montag habe ich den zweit schönsten Strand der Reise gesehen. Wir besuchten das “Blaue Loch” auf Long Island. Es ist ein 200 Meter tiefes Loch im Ozean. Anthony und ich schnorchelten. Als wir schnorchelten, bekam ich schon etwas Angst. Wenn man über den Rand des Lochs hinab schaut, sieht man nur schwarz. Wir sahen wundervolle Fische und Korallen. während eines Gesprächs am Tag zuvor mit einem ansässigen Amerikaner, erfuhren wir, dass man in das Loch von einer Klippe aus springen kann. Anthony und ich kletterten zu dieser 10 Meter hohen Klippe und sprangen. Wieder sah man nichts, aber das war nicht so das Problem.
Zu Mittag besuchten wir das unter Touristen beliebteste Restaurant- Max´s Bar. Dort werden alle Zutaten selber gefangen oder im Garten angebaut. Wir alle hatten den in Reiseführern empfohlenen Schneckensalad. Alle Gerichte, die ich auf den Bahamas gegessen habe, waren Meerestiere und sehr, sehr scharf.
Der Dienstag war eine Wiederholung unseres ersten Tages. Wir besuchten denselben Strand, weil der Wind erheblich nachgelassen hatte und wir dadurch besser tauchen konnten. Zum Mittag probierten wir das Restaurant noch einmal aus, welches am ersten Tag keinen Strom hatte. Dieses Mal konnten wir dort essen. Bei einheimisch betriebenen Gaststätten muss man einen Tag im Voraus anrufen, um sein Essen zu bestellen.
Wir waren sehr oft in Gaststätten, weil die Lebensmittelpreise sehr hoch sind. Zum Beispiel bezahlt man für eine Tafel Schokolade 6€. Die Industrie der Bahamas besteht eigentlich nur aus Fischerei und Tourismus.
Der Mittwoch war ein Erkundungsttag. Der sehr nette Nachbar verlieh uns sein Segelboat. Eine kleine, unbewohnte Insel gegenüber unserem Haus war unser Ziel. Leight und ich segelten das Boat und Anthony und Chesz traten in die Pedalen im Tretboot. Auf den Bahamas weht ein sehr starker Wind die ganze Zeit. Wir hatten keine Probleme auf dem Weg zur Insel. Nach einer Tauchtour um die Insel probierten wir zurück zu segeln, was aber gegen einen so starken Wind sehr viel Erfahrung brauch. Da wir diese nicht mitbrachten, mussten wir zurück rudern. Nach 5 Stunden kamen wir völlig erschöpft am Strand an.
Am Abend zeigte uns ein einheimischer die besten Plätze zum Schnorcheln und die schönsten Strände. Dabei führte er uns auch manchmal auf unbegehbare Wege und in urwaldähnliche Bedingungen.
Donnerstag buchten wir eine Tauchtour für Leight, Anthony und mich. Den schönsten Strand der Reise habe ich dort gesehen- Cape Stella Marris, benannt nach Columbus seinem Expeditionsschiff. Zuerst tauchten Leight und Anthony mit dem Tauchlehrer und ich wartete auf dem Boat. Danach fuhren wir zu der nördlichsten Stelle der Insel um zu schnorcheln. Ich hatte noch nie so viele Fische auf einmal gesehen. Nachdem Tauchen erkundeten wir drei den Norden der Insel. Wir sahen ein Columbus Denkmal und viele kleinere einheimische Dörfer. Etwas komisch war das Autofahren auf den Bahamas doch schon, weil man im ehemaligen britischen Staat auf der linken Seite fährt. Zum Glück war die Währung Bahamas-Dollar, mit demselben Wert wie der Amerikanische-Dollar.
Freitagmorgen liefen wir Jungs zum Strand, um zu sehen ob ein Hai in unsere Falle reingegangen ist. Die Falle hatte wir am Vortag mit Hilfe des Nachbarn ausgelegt. Wir benutzten ein langes Seil und befestigten einen großen Angelhacken daran. Dann fingen wir einen Fisch, um den Hai zu ködern. Tatsächlich hatte dann am Morgen ein Hai angebissen. er war um die 1,80 m groß. Ich half dem Nachbarn ihn auszunehmen und zu filetieren. Da wir die Falle nur 20 Meter vom Strand entfernt ausgelegt hatten, war es doch schon erschreckend dass ein Hai so nah an uns ran kam. nachdem filetieren fuhren wir aber trotzdem wieder zu einem Strand um zu schnorcheln. Dieses Mal an der Seite des Atlantischen Ozeans. Diese ist sehr windig und hat viele Wellen. Die karibische Seite hingegen ist sehr flach und ruhig. Beide sind aber nur 5 Kilometer voneinander entfernt.
Am Abend musste ich dann Übersetzer spielen. Der nette Nachbar will nach 25 Jahren auf der Insel sein Haus verkaufen und die Welt bereisen. Da der Dollar ihm zu niedrig ist versucht er es mit dem Euro. Gegenüber seinem Haus haben zwei Deutsche aus Wismar ein Haus gebaut. Beide sind Immobilienmakler. Da sie aber kein Englisch sprechen, musste ich aushelfen und alle Verträgsdetails übersetzen. Ich hatte sehr viel Spaß dabei.
Samstag mussten wir leider schon wieder die Heimreise antreten. Wir flogen um 10:00 Uhr von Long Island nach Nassau. Dort hatte ich das erste Mal Probleme in die USA einzureisen, weil ein Beamter meinen Reisepass nicht lesen konnte. Nach einer Stunde durfte ich dann aber durch. Von Nassau flogen wir wieder nach Fort Lauderdale, wo wir ein typisch italienisches Restaurant besuchten. Wir aßen die erste richtig gute Pizza seitdem ich hier bin und hörten einem Klavierspieler gespannt zu.
Sonntag standen wir dann schon um 5:30 Uhr auf. Nachdem Sicherheitskontrollen, bei denen ich das erste Mal einen “Ganzkörperscanner” sah, gingen wir zu unserem Gate. Dort wurde gerade eine Durchsage gemacht, dass die Airline den Flug überbucht hat und sie 5 Leute suchen, die von Miami aus fliegen könnten. Da ich noch nie in Miami war und wir am Sonntag nichts vorhatten, nahmen wir das Angebot an. Wir bekamen einen 400$ Fluggutschein, ein kostenloses Taxi nach Miami und einen 21$ Essensgutschein. In Miami mussten wir dann aber die meiste Zeit im Flughafen verbringen.
Durch die Umbuchung kamen wir erst um 21:00 Uhr in Minneapolis an und waren geschockt aufgrund der Temperaturen. Nachdem wir erst um 2:00 Uhr im Bett waren, gingen Anthony und ich heute nur für einen halben Tag in die Schule.
Bis nächste Woche sagt ein weiterhin sehr zufriedener Gregor.
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Lieber Gregor, schön dass Du wieder “online” bist. Die Fangemeinde Deiner Einträge hat schon gewartet. Einen wirklich interessanten Urlaubsbericht hast Du da verfasst. Wie immer – wir freuen uns mit Dir!! Liebe Grüße Dein Pa
Hey greg,
Dein Bericht ist wieder einmal sehr interessant, am spannensten fand ich die Aktion mit dem Hai. Und bei so einem Korallen Riff zu Schnorcheln ist sich auch nicht weniger spannend. Ich freu mich richtig für dich das du so viel erlebst mach weiter so
der Ecki
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hi!
einfach nur krass was du da erlebst.. da fehlen mir die worte. freut mich für dich.
mfg christioph
hallo gregor

wirklich beeindruckend, was du die letzten wochen so erlebt hast. da könnte man glatt neidisch werden
liebe grüße, franzi
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